Wundursache

Als Wundursache wird die Erkrankung oder das Ereignis bezeichnet, welches primär zur Entstehung der vorhandenen Wunde geführt hat.

Wundursache

Als Wundursache wird die Erkrankung oder das Ereignis bezeichnet, welches primär zur Entstehung der vorhandenen Wunde geführt hat. Ohne die Behandlung der Wundursache (Kausaltherapie) kann es nicht zu einem dauerhaften stabilen Wundverschluss kommen. Bei einigen chronischen Erkrankungen, die in ihrem Verlauf zu Wunden führen können, ist das Lebensalter ein starker Risikofaktor, deshalb kann es sein, dass gelegentlich mehr als eine Erkrankung für die Wundentstehung verantwortlich ist. Gleichfalls können andere Erkrankungen und / oder deren Therapien, die nicht in direktem Zusammenhang mit der Wundentstehung stehen die Wundheilung negativ beeinflussen. Das Erkennen der Wundursache und der begleitenden Erkrankungen ist deshalb ein wesentlicher Teil der Wundversorgung. Wunden, die eine längere Zeit zum Abheilen brauchen werden als chronisch bezeichnet. Wunden, die auf Grund ihrer komplexen Ursachen und Einflüsse eine hohe Fachkompetenz zum Abheilen brauchen werden als schwer heilend bezeichnet.

Welche Erkrankungen führen häufig zu chronischen, schwer heilenden Wunden?

Wie wird die Wundursache festgestellt?

  • Durch die Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) können bestehende Erkrankungen und Hinweise auf die Wundursache erfragt werden.
  • Auch die Form, Tiefe und Lokalisation der Wunde, oder Veränderungen der Haut können Hinweise auf die Wundursache geben.
  • Zur Bestätigung einer vermuteten Wundursache werden diagnostische Maßnahmen durchgeführt, z.B. wird der Zustand von Venen, Arterien und Nerven überprüft.

Wie wird die Wundursache behandelt?

  • Die konkreten Maßnahmen hängen von der Schwere der Erkrankung ab.
  • Als Basistherapie für die CVI gelten die Kompressionstherapie und begleitende Bewegungsübungen.
  • Basistherapie bei einer leichten PAVK ist ein spezielles Gehtraining, bei höhergradiger PAVK die operative Wiederherstellung der Durchblutung.
  • Beim Diabetischen Fußsyndrom ist eine Reduzierung des Druckes auf die Fußsohle und andere gefärdete Bereiche am Fuß, durch geeignete Einlagen und / oder Schuhe notwendig.
  • Für den Dekubitus ist die Druckentlastung und -verteilung durch Förderung der Eigenbewegung und / oder geeignete Lagerungshilfsmittel erforderlich.

 

 

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