[Anzeige] Was ist Wundhygiene? Ein einfaches 4-Schritte-Konzept für die optimale Wundversorgung

[Anzeige] Was ist Wundhygiene? Ein einfaches 4-Schritte-Konzept für die optimale Wundversorgung

Wundhygiene (1)  ist ein integratives Konzept mit dem Ziel, Wundhygiene greifbar, handhabbar und alltagstauglich zu machen und Wunden erfolgreich zu therapieren. 

Wenn eine Wunde chronisch ist oder schlecht heilt, ist die Unterbrechung des Heilungsprozesses häufig auf das Vorhandensein von Detritus, Fremdkörpern oder eines hartnäckigen Biofilms zurückzuführen. Wir glauben, dass jede Wunde, egal wie herausfordernd sie sein mag, eine Chance auf Heilung hat.

So wie wir jeden Tag eine elementare Hygiene befolgen, indem wir uns die Hände waschen und die Zähne putzen, sollten wir auch in der Wundbehandlung eine grundlegende Hygiene anwenden, um Wunden zu reinigen und sie von Biofilm zu befreien. Durch die Anwendung der vier Schritte der Wundhygiene können Sie bei jedem Verbandwechsel sicherstellen, dass die Wunde optimal auf die Heilung vorbereitet wird.

Biofilm in Wunden ist nachweislich eine der Hauptursachen für eine verzögerte Wundheilung und kommt in 78% der chronischen und 75% der stagnierenden Wunden vor (2),(3). Biofilm kann eine anhaltende Entzündungsreaktion erzeugen und beeinträchtigt dadurch auch die Granulation und Epithelisierung (4).

Das Konzept der Wundhygiene ist darauf ausgerichtet, die Herausforderung Biofilm anzugehen. Bei jedem Verbandwechsel sollten die vier Schritte der Wundhygiene konsequent umgesetzt werden, um die Bildung von Biofilm zu verhindern oder zu minimieren.

Vier Schritte der Wundhygiene

  1. Spülung und Reinigung
  2. Debridement
  3. Wundrandbehandlung
  4. Wundverband

 

Schritt 1: Spülung & Reinigung

Der erste Schritt der Wundhygiene umfasst die Reinigung des Wundbetts zur Entfernung von abgestorbenem Gewebe, Belägen, Zelltrümmern und Biofilm. Dazu gehört auch die Reinigung der Wundumgebung zur Entfernung von abgestorbenen Hautschuppen und Hornhaut.

Danach schließt sich die Dekontamination der Wundumgebung, idealerweise mit antimikrobiellen Wundspüllösungen oder Antiseptika an. Diese wird durchgeführt, um Entzündungszeichen zu reduzieren und eine erneute Besiedlung der Wunde mit Biofilm zu verhindern. Dekontamination hat zum Ziel, die negativen Eigenschaften der Antiseptika zu minimieren und die positiven, mikrobiziden Eigenschaften optimal zu nutzen.

Warum dieser Schritt besonders wichtig ist, erfahren Sie hier von Kerstin Protz:

Schritt 2: Débridement

Der zweite Schritt des Wundhygiene beschäftigt sich mit dem Débridement.
Als Débridement wird von der ICW die Entfernung von anhaftendem, abgestorbenem Gewebe, Krusten oder Fremdkörpern aus Wunden bezeichnet (5). Hierfür stehen je nach Setting verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die in autolytisches, biochirurgisches, mechanisches, osmotisches, proteolytisches/enzymatisches und technisches Débridement unterschieden werden können.

Erfahren Sie in diesem kurzen Video mit Prof. Dr. Joachim Dissemond mehr zum Débridement als 2. Schritt der Wundhygiene.

Schritt 3: Wundrandbehandlung

Der dritte Schritt im Konzept der Wundhygiene ist die Wundrandbehandlung. Als Wundrand wird grundsätzlich die Grenze zwischen Wunde und intaktem Epithel bezeichnet. Genauer betrachtet ist der Wundrand der reparativ-epithelisierte Bereich zwischen Wundfläche und original geschichteter Haut sowie die von Wundfläche umgebenen reparativ-epithelisierten Bereiche („Epithel-Inseln“). Das Fehlen von Dermis, Subcutis und Hautanhangsgebilden führt zu einer geschwächten Hautbarriere und durch den wenig bis nicht vorhandenen Hydrolipidfilm zu einem Mikrobiom, das vor allem transiente (pathogene) Erreger beinhaltet. 

Ihm kommt in der Wundheilung eine wichtige Funktion zu, da von dort die Wundheilung ausgeht. Der Biofilm ist am aktivsten an den Wundrändern, wo er das Einwachsen von neuem, gesundem Gewebe verhindern kann.

Deshalb ist die Beseitigung von Strukturen, die Biofilm beherbergen können, wie Nekrosen, Beläge und Hyperkeratosen am Wundrand eine wesentliche Aufgabe der Wundrandbehandlung. Das Ziel ist es das Niveau der Wundränder an den Wundgrund anzugleichen, um das Voranschreiten der Epithelisierung. Die Entfernung von Hornhaut, hyperkeratotischen Zelltrümmern und Zellen am Wundrand, die Biofilm beherbergen können, ist Voraussetzung für die Epithelisierung.

Sehen Sie in diesem kurzen Video mit Norbert Kolbig, warum sich ein Blick auf die Behandlung des Wundrandes immer lohnt.:

Schritt 4: Wundverband

Im vierten und letzten Schritt geht es um Wundauflagen, die eingesetzt werden können, um eine Neubildung von Biofilm zu verhindern und einen mechanischen Schutz vor Mikroorganismen, Austrocknung und Wärmeverlust zu gewährleisten.

Diese Aufgaben werden verschiedenen Produktgruppen zugeschrieben.

  • Antimikrobiell wirksame Wundauflagen mit zusätzlichen Anti-Biofilm-Komponenten töten Bakterien ab, durchbrechen und zerstören Biofilm und verhindern seinen Wiederaufbau. Beispiel: AQUACEL® Ag+ Extra

  • Superabsorber, Schaumverbände und Hydrofiber® Wundauflagen sorgen für ein effektives Wundmanagement und absorbieren und schließen Exsudat sicher ein. Beispiele: ConvaMax™, AQUACEL® Foam und AQUACEL® Foam Pro, AQUACEL® Extra.

Beurteilen Sie die Wunde bei jedem Verbandwechsel, um sicherzustellen, dass die Heilung voranschreitet. Wenn die Wunde zu heilen beginnt, ist die Reinigung fortzusetzen, auch wenn ein selteneres oder geringeres Débridement und Wundrandbehandlung erforderlich sein werden.

Es ist wichtig, die Wunde und die Wirksamkeit des Verbandes regelmäßig unter Verwendung eines validierten oder standardisierten Beurteilungsverfahrens zu beurteilen, um festzustellen, ob es notwendig ist, auf einen nicht-antimikrobiellen Verband umzusteigen, weil die Heilung der Wunde voranschreitet, oder einen anderen Verband auszuprobieren, weil die Wundheilung stagniert oder keine Fortschritte zur erkennen sind.

Was Sie bei diesem letzten Schritt der Wundhygiene insbesondere beachten sollten, erfahren Sie hier von Björn Jäger.:

 

Sie haben es in der Hand: Biofilm durchbrechen und zerstören, um die Wundheilung voranzutreiben:

AQUACEL® Ag+ Extra mit der einzigartigen MEHR ALS SILBER™ Technologie

Die MEHR ALS SILBER™ Technologie wurde speziell entwickelt, um den Kampf gegen Biofilm zu gewinnen. Sie enthält drei Komponenten: ionisches Silber, ein Tensid und einen Metallchelatbildner. Diese wirken synergistisch zusammen und bieten eine überlegene Anti-Biofilm Wirksamkeit (6).

Die MEHR ALS SILBER™ Technologie in AQUACEL® Ag+ Wundverbänden ermöglicht eine überlegene und anhaltende Anti-Biofilm Wirksamkeit gegen antibiotikaresistente Biofilme und verhindert ihren Wiederaufbau.

 

Sie möchten mehr erfahren? Folgen Sie diesem Link.: https://www.woundhygiene.com/de/home/

 

_________________________
(1) International Consensus Document. „Defying hard-to-heal wounds with an early antibiofilm intervention strategy: wound hygiene”, Journal of Woundcare JWC, Vol 29 No. 3, March 2020
(2) Malone M et al. 2017. The prevalence of biofilm in chronic wounds: a systematic review and meta-analysis of published data. JWC; 20-25.  1
(3)  Hurlow, Blanz, Gaddy. Clinical investigation of biofilm in non-healing wounds by high resolution microscopy techniques. J
Wound Care WUWHS Suppl 2016; 25: S11-S22. 1
(4) Gurjala AN et al. Development of a novel, highly quantitative in vivo model for the study of biofilm-impaired cutaneous wound healing. Wound Rep Reg (2011) 19 400-410.
(5) Dissemond et al: Positionspapier der Initiative Chronische Wunde (ICW) e. V. zur Nomenklatur des Débridements chronischer Wunden. Der Hautarzt volume 73, pages 369–375 (2022)
(6) Bowler PG, Parsons, D. Combatting wound biofilm and recalcitrance with a novel anti-biofilm Hydrofiber ®  wound dressing. Wound Medicine 14 (2016) 6–11